Kino ohne Talent
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Wolfgang Wendland: Filmpreis gewonnen!

28.11.2014 - 17:39 von Redaktion


"Das Fehlende schließt einen Sinnzusammenhang mit ein. Wo nichts ist kann nichts fehlen." (W. Wendland)

Wolfgang Wendland, ein Meister der musikalischen Darbietung, ist auch anderen Gebieten wie beispielsweise dem Filmemachen sehr verbunden. Ganz in diesem Sinne sucht er immer Themen, die zu den aktuellen der Zeit zählen. Dabei scheut er sich nicht, selbst heiße Eisen anzufassen.

Ausgrenzung und Abgrenzung sind Themen, die es schon vor der Zeit gab, als die Menschen begannen von den Bäumen herunterzusteigen. Und genauso gab es auch immer Menschen, die sich um eine Integration der Außenstehenden bemühten. Relativ neu ist die Einbeziehung von körperlich und/oder geistig Behinderten ins gesellschaftliche Leben, da sie bislang immer gesondert betrachtet wurden, nie Teil der Gemeinschaft sein konnten oder durften. Diese Einbeziehung bezeichnet man auch als "Inklusion".

Mit diesem Wort beschäftigte sich der Filmemacher im Rahmen des Online-Wettbewerbs "21+1" des "22. blicke - Filmfestival des Ruhrgebiets", das vom 19. bis 23. November 2014 stattfand. Das Wort hatte Wendland schon beeindruckt, als er zum ersten mal bei einem Restauraut-Besuch in der Schweiz auf der Speisenkarte las, dass die Bedienung im Preis inkludiert ist. Es galt einen 22sekündigen Kurzfilm zu einem beliebigen Buchstaben des Alphabets zu drehen. "Wach, anregend, kritisch sollten die Blicke auf die vielen Ecken und Kanten des Ruhrgebiets sein." Wolfgang Wendland nahm teil und gewann den Preis der Jury, 500 Euro.

Die Begündung der Jury:
"Wir haben uns für „Inklusion“ von Wolfgang Wendland entschieden. Der Film überzeugt durch seine ironische und kritische Distanz zum Gezeigten, seinen schwarzen, bissigen Humor, der hier im Ruhrgebiet heimisch ist, und regt durch sein offenes Ende zum Nachdenken über Formen der Inklusion im Ruhrgebiet an. Die Putten, von denen in manchen Fällen nur noch Torsos mit lachenden Gesichtern übrig geblieben sind, zusammen mit dem fröhlichen Trinklied und den noch ganzen Figuren auf dem Brunnen vor dem Bochumer Rathaus ergeben ein Gesamtbild, das sich auf's Ruhrgebiet übertragen lässt, ist dieses doch von schönen Landstrichen ebenso durchzogen wie von weniger schönen."

Links zum Thema

blicke - filmfestival des ruhrgebiets
Online-Wettbewerb 21+1


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